Nachhaltigkeit, Service, ständige Verfügbarkeit – das sind Schlagworte, mit denen die Hersteller von Industrie-PCs, Drives und BV-Kameras immer wieder werben. Es muss aber auch ohne gehen, denn der Gebrauchtmarkt von Produkten für die Fabrik boomt. Es genügt ein Blick bei Ebay: Allein der Suchbegriff “Panel-PC” listet über 200 Produkte von Herstellern wie Lauer, Siemens, Weidmüller oder Beckhoff auf.
Doch auch Sensoren, Industrie-Pumpen und Motoren bieten die zahlreichen Händler an, teilweise in eigenen Industrie-Shops. Wer nutzt solche Gebrauchtgeräte? Ich würde mir nicht einen alten Getriebemotor in meine Anlage einbauen, auch wenn sie vielleicht etwas älter ist – das Risiko eines Ausfalls ist viel zu groß, auch wenn der Motor qualitativ hochwertig ist.
Zudem kann man meist nur Einzelgeräte kaufen, um eine gesamte Anlage damit zu bestücken genügt das nicht. Bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Ersatzteillager für bereits vorhandene Geräte oder die Tüftellust der Ingenieure. Vielleicht arbeitet so manches Gerät inzwischen in der automatisierten Toast-Anlage eines Daniel Düsentriebs, der damit das Frühstück für seine drei hungrigen Kinder automatisiert hat? Oder es gibt eine ganze Reihe von privaten Fabrik-Anlagen, in denen Maschinenbau-Ingenieure in dunklen Kellern ihre eigenen Produkte fertigen? Ich wüsste auch, wo sie sie verkaufen können, ohne das ihr Arbeitgeber es mitbekommt: Auf Ebay…

